Unter Großgruppenverfahren versteht man Verfahren und Methoden, die mit vielen Beteiligten funktionieren. Dabei wird nicht immer zwischen solchen Verfahren unterschieden, die wirklich in großen Gruppen (von 20, 50, 100 und 1.000 Personen) ausgeführt werden, und solchen, bei denen eine große Gruppe in kleinere zerlegt wird.

Fast bei jedem Großgruppenverfahren gibt es einen Wechsel zwischen dem »Plenum« und Arbeiten in kleineren Gruppen. Denn ein echter Austausch zwischen zweitausend Personen ist kaum möglich. Man versucht also, die kleineren Gruppen immer wieder zusammenzubringen, so dass alle Teilnehmenden von allen wesentlichen Ergebnissen erfahren und sie bewerten können und die Kleingruppen sich gegenseitig anregen.

Zu den Großgruppenverfahren werden auch Bürgergutachten durch Planungszellen gezählt. Dazu gehören aber vor allem auch »Open Space«, World Café und viele weitere.

Großgruppenverfahren brauchen gute Vorbereitung. Sie können ganz breit und ergebnisoffen oder aber stark vorstrukturiert und zielorientiert gestaltet werden. Bei guter Vorbereitung und Moderation kann in erstaunlich kurzer Zeit sehr viel herauskommen. Und man kann viele Menschen beteiligen und ihnen den Schwung und die Atmosphäre konstruktiver und vertrauensbildender Zusammenarbeit mitgeben.

Siehe auch:

Bürgergutachten
Open Space
World Café
Kleingruppe