Im Kanton St. Gallen hat das Verfahren für den regionalen Teil des Bürgergutachtens zur Zukunft der ländlichen Räume in Europa begonnen. Am 5. September 2006 wurde in zwei «Runden Tischen» Vertretern der relevanten Zweige der Staatsverwaltung und von Verbänden und Organisationen aus dem Raum das Verfahren präsentiert und das Arbeitsprogramm diskutiert, das die Bürgergutachterinnen und -gutachter Ende Oktober in Ebnat-Kappel absolvieren sollen.

Ausserdem sind am 5. September die Einladungen an die Bürgerinnen und Bürger versandt worden, die im Zufallsverfahren aus den Einwohnerregistern von acht Gemeinden im oberen Toggenburg und im Neckertal ausgewählt worden waren.

Sie werden vom 23. bis 26. Oktober im Toggenburg an ihren Empfehlungen für die Zukunft des Toggenburg, der ländlichen Räume im Kanton und in Europa allgemein arbeiten.

Wer eine Einladung erhalten hat, wird gebeten, die Antwortpostkarte zurückzusenden. Tagungstermin ist, wie erwähnt, 23.–26. Oktober 2006 in Ebnat-Kappel.

Weitere Informationen enthält die amtliche Medienmitteilung der Regierung des Kantons St. Gallen, die Sie hier finden (pdf-Datei, 2 Seiten, 15 KB, bitte anklicken) und die unten wiedergegeben ist.

Über das Gesamprojekt informieren auch diese Seiten:

www.citizenspanel.eu und www.citizenspanel.org

 

 

Text der Medienmitteilung der Staatskanzlei des Kantons St. Gallen:

Medienmitteilung

Aus dem Baudepartement                                                    6. September 2006

Bürgergutachten im Toggenburg

Was wird aus dem ländlichen Raum?

 

Zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger im oberen Toggenburg und im Neckertal haben in den letzten Tagen überraschende Post in ihren Briefkästen gefunden: Sie sind  zur Mitarbeit an einem Bürgergutachteneingeladen worden. Das kantonale Baudepartement hat die „Gesellschaft für Bürgergutachten“ beauftragt, das Verfahren zu organisieren.

 

Thema des Bürgergutachtens ist die Zukunft der ländlichen Räume – nicht nur im Toggenburg und im Kanton St. Gallen, sondern in ganz Europa. Die Kantonsbürger werden nämlich im Rahmen einer europäischen Initiative tätig: Zehn Regionen in Europa – auch über die EU hinaus – und einige grosse Stiftungen haben sich dazu zusammengeschlossen. Wie sehen die Bewohner des ländlichen Raums selber die Zukunft ihrer Region? Welche Empfehlungen haben sie für die Raumentwicklungspolitik? Ueli Strauss, Kantonsplaner im Baudepartement, sagt: „Wir wollen eine neue Strategie für den ländlichen Raum im Kanton erarbeiten, mit den Bürgerinnen und Bürgern und für die Bürgerinnen und Bürger. Zugleich können wir von anderen Regionen lernen, und diese von uns. Schliesslich gibt es in vielen Regionen ähnliche Probleme. Das Bürgergutachten ist ein neuer Ansatz für die Raumentwicklung.“

 

Aktive Mitarbeit im europäischen Umfeld

Die Bürgerinnen und Bürger, die eine Einladung erhalten haben, werden gebeten, sich bei dem Bürgergutachten-Büro im Gemeindehaus Neu St. Johann zu melden. Sie sollen dann Ende Oktober vier Tage lang intensiv an verschiedenen wichtigen Themen arbeiten und schrittweise ihre Vorschläge gemeinsam erarbeiten. Dazu werden sie von Experten umfassend informiert.

Das Bürgergutachten ist ein Verfahren, das insbesondere in Deutschland, aber auch in anderen Ländern, schon seit Jahren erfolgreich angewandt wird. Weil die Teilnehmenden in einem Zufallsverfahren aus den Einwohnerdateien ausgewählt worden sind, werden Frauen und Männer ab 16 Jahren aus allen Alters-, Bildungs- und Gesellschaftsschichten mitwirken; sie spiegeln die ganze Bevölkerung wider.

Von den Teilnehmenden sollen dann im Frühjahr 2007 einige als Vertreter des Toggenburgs zu einer gemeinsamen Arbeitstagung nach Brüssel reisen, begleitet von den Mitarbeitern der Gesellschaft für Bürgergutachten, und an einem gemeinsamen europäischen Bürgergutachten mitarbeiten.

 

Weitere Informationen zum Bürgergutachten sind im Internet zu finden unter: www.buergergutachten.com und unter www.citizenspanel.org.