Zwiegespräch, Wechselrede

(von griechisch diálogos = Gespräch)

Ein Dialog ist ein tiefes, ernsthaftes Gespräch, bei dem beide Seiten zu Wort kommen und einander zuhören. Ein guter Dialog ist offen, unbefangen, ehrlich.

Daran mangelt es heutzutage vor allem zwischen Politik und Bürger, aber auch zwischen Manager und Mitarbeiter, Unternehmen und Kunden usw., und zwar aus mehreren Gründen, unter anderem diesen:

  1. Wir kommen immer weniger direkt miteinander in Kontakt, sondern nur noch vermittelt, über Medien wie Zeitung, Rundfunk und Fernsehen, eMail und Internet.
  2. Immer mehr „Kommunikation“ ist daher einseitig: Einer veröffentlicht etwas, der andere liest es, fertig.
  3. Wenn man etwas über „den“ Bürger, Kunden usw. wissen will, fragt man ihn allzuoft nicht mehr selbst, sondern Meinungs- und Marktforscher. Also ist wieder ein „Mittler“ (Medium) dazwischen, der die volle Wirklichkeit der anderen Menschen filtert und interpretiert.

In immer größeren politischen und wirtschaftlichen Einheiten (EU, Großkonzernen) kommen die Menschen nicht mehr zwangsläufig und zufällig zusammen. Also muss man den Dialog bewusst organisieren.

Dialogverfahren können einen Dialog nicht machen, sondern nur einen geeigneten Rahmen dafür schaffen, der es den Menschen erleichtert und ermöglicht, miteinander zu sprechen. Sie können die Menschen einladen – auch die, die man sonst nicht erreichen würde.

Der Dialog ist eine wichtige Form der Beteiligung.